Montag, 30. April 2012

Photojournalism behind the scenes

Hier ein interessantes Video, welches sich kritisch mit dem heutigen Photojournalismus auseinandersetzt. Ruben Salvadori fotografiert die, die hinter der Kamera stehen.

http://vimeo.com/29280708

Sonntag, 29. April 2012

Ein Besuch im LOKAL


Max-Brauer Allee 207 - LOKAL e.V.
„Die 'grüne Villa', ein altes Stadthaus mit Garten, bietet Kultur und Konsum ein lebendiges Zuhause. Mitten in Hamburg dient sie als Netzwerk und Plattform für Hamburger Kreative – hier wird Nachhaltigkeit lokal gefördert, aufgeklärt und sich für regionale Gemeinsamkeit eingesetzt. Rund um Themen wie Mode & Textil, Design und Handmade finden unterschiedliche Veranstaltungen und DIY-Kurse ebenso statt, wie Lesungen und Vorträge.
Aber vor allem ist das LOKAL Ansichtssache. Es liegt an Dir, was du darin siehst und daraus machst. Miete es für Deine Events, Ausstellungen oder Shootings – oder lass Dich von den zahlreichen Projekten begeistern und inspirieren. Du weißt nie, was Dich erwartet. Und so ist das LOKAL immer einen Besuch wert. Und immer wieder.“

Jeden 4. Mittwoch im Monat kann man das LOKAL kostenlos mieten, um es für Ausstellungen, Workshops, Lesungen oder ähnliches zu nutzen. Somit bietet das LOKAL Künstlern, Schriftstellern, Designer und anderen Kreativen eine Plattform sich und ihr Schaffen der Öffentlichkeit zu präsentieren.







Am letzten Mittwoch, den 25.4.12, nutzten 5 Künstler das LOKAL für ihre Video-Foto-Sound-Objekt-Installation „48 Stunden Duldungsstarre“. In angenehmer Atmosphäre, mit Live-Musik, einem kleinen Sit-In im Garten konnte man die doch eher außergewöhnlichen Werke begutachten.


Quelle: eigene Fotos


Falls ihr Interesse habt an dem Angebot des Kulturkonsumhauses könnt ihr hier kommende Termine einsehen: http://www.lokal-hamburg.de/heimat.html


Leonie - Anders Leben: Kunst

Samstag, 28. April 2012

Urban Gardening im Gespräch

Nicht nur für die Gartenfreunde interessant: Im ZDF-Nachtstudio gab es am 22. April eine interessante Sendung zum Thema Urban Gardening. Versammelt waren (fast) alle, die in der letzten Zeit Bücher zum Thema Garten (in der Stadt) geschrieben haben. Diskutiert wurde unter anderem, ob ein Garten der Schönheit und Meditation dient oder eher dem Anbau von Nutzpflanzen, was das Neue und Politische an der Bewegung sein könnte etc. Noch ist die Sendung in der Mediathek: Hier der Link: www.zdf.de

Sonntag, 22. April 2012

Frei verfügbarer Sammelband zum Thema Commons

Im transcript Verlag ist ein frei verfügbarer Sammelband zum Thema Commons erschienen. Beim Überfliegen des Inhaltsverzeichnisses erschien mir das Buch sehr vielseitig und interessant.



Den Downloadlink findet ihr hier. Und hier ist das passende Interview aus der Taz dazu.

Viel Spaß beim Schmökern,
Ragna

Donnerstag, 19. April 2012

Restaurantverzeichnis

Im letzten Seminar wurde erfreulicherweise nach einer Auflistung veganer bzw. vegetarischer Restaurants in Hamburg gefragt. Hier einige Beispiele:

1. Season   http://www.season-food.de/


 

2. Hin&Veg   http://www.hinundveg.de/



3. Leaf   http://www.restaurant-leaf.de/








Weitere Restaurants werden zum Beispiel auf dieser Homepage aufgelistet:


In diesem Sinne: Guten Appetit =)

Gruppe: Anders essen

Montag, 16. April 2012

Kunst mal anders







http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/hamburg-kunst-aus-der-muelltonne-11713698.html

"Kunst aus der Mülltonne" lautete letzte Woche die Überschrift eines FAZ-Artikels, welcher auf die interessante Idee der Hamburger Müllabfuhr aufmerksam machte. Diese funktionierten mit einfachster Technik Mülltonnen in Lochkameras um und dokumentierten anschließend auf Fotos ihre Lieblingsorte in Hamburg. Die Ergebnisse sind erstaunlich und beeindruckend. Besonders schön ist der Effekt, dass sich bewegende Personen oder Gegenstände aufgrund der langen Belichtungszeit einer Lochkamera nicht auf den Bildern zu sehen sind. Dadurch erscheinen die fotografierten Orte fast magisch und in einer Art und Weise, in der man sie selten sieht: Menschleere Straßen in der Hafen City, verlassene Landungsbrücken oder ein in mystischer Stille liegender Hamburger Dom.






Hochwertige Fotografie bedarf nicht immer teuerster Technik, wenn Kreativität im Spiel ist.



Leonie - Anders Leben: Kunst

Nachlese

Beim gemütlichen Samstagnachmittag im Café mit Latte Macchiato und Kuchen stelle ich fest, dass die Presse bereits auf unser Seminar reagiert und sich bemüht thematisch mitzuhalten. Selbst das Wirtschaftsmagazin Brand eins (Schwerpunktthema Kapitalismus!) widmet sich in einem Artikel dem Phänomen der "Downshifter", also Menschen, die einen Gang herunterschalten wollen, ohne gleich ganz auszusteigen. Weniger Arbeit, mehr Lebensqualität. Dazu gibt es ganz interessante Zahlen aus dem europäischen Vergleich: 50% der arbeitenden Menschen in Deutschland träumen von einer Auszeit, einem Sabbatical, aber nur 1% macht es. Auf die Frage "Planen Sie, Arbeitszeit zu reduzieren?" antworten in Deutschland nur 8,3% mit "ja" oder "vielleicht", während es in Großbritannien oder den Niederlanden fast ein Drittel sind. Weniger Geld für weniger Arbeit würden in Großbritannien, den Niederlanden oder Frankreich 17-19% der Arbeitnehmer in Kauf nehmen, in Deutschland nur 9%.

Die taz vom Wochenende widmet sich gar ganz dem "guten Leben", passend zum tazlab, das am Wochenende in Berlin stattfand. Da wird über Stadtgärtnern, politische Psychologie ("Sich mehr Gedanken zu machen als andere macht nicht unbedingt glücklicher"), das merkwürdige Verhalten von Konsumenten ("Die meisten Kunden denken zu wenig") oder die Reiselust der "Globetrottel" geschrieben. Der englische Kultautor Tom Hodgkinson wird interviewt ("Lohnarbeit ist Sklaverei"), der seit 1993 die Zeitschrift The Idler (Der Müßiggänger) herausgibt, den vielbeachteten Bestseller Anleitung zum Müßiggang (2004) geschrieben und nun in London auch noch eine Idler Academy gegründet hat. Wenn er da mal noch Zeit für die Muße findet!

Dabei ist doch für das gelingende Leben das tiefe Einlassen, die "Resonanzerfahrung" wichtig, wie der Soziologe Hartmut Rosa auf der nebenstehenden Seite betont ("In der Tiefe berühren"). Nicht die Quantität der Erfahrungen, egal ob mit Freunden, beim Reisen, in der Natur oder mit der Kunst sei das Entscheidende, sondern die Qualität der Erfahrung. Aber um sich von etwas berühren zu lassen, braucht man Zeit.

Donnerstag, 12. April 2012

Nachhaltige Ernährung

Ein Video von knapp 12 Minuten Länge liefert interessante Fakten. Viel Spaß! =)


Gruppe: Anders essen

Müdigkeitsgesellschaft

Der Mensch von heute ist müde, erschöpft von all den Ansprüchen von innen und außen und den Informationen, die ständig auf ihn einstürmen. Doch vielleicht brauchen wir gerade Müdigkeit, eine „heilende Müdigkeit“, um der Leistungsgesellschaft etwas entgegenzusetzen, um innezuhalten und wieder Frei-Räume zu schaffen. Das ist die Idee, die der koreanische Philosoph Byung-Chul Han in seinem Buch Müdigkeitsgesellschaft erprobt. Die Leistungsgesellschaft von heute arbeite nicht mehr mit Strafen. „An die Stelle von Verbot, Gebot oder Gesetz treten Projekt, Initiative und Motivation.“ Ich denke an die vielen FreiberuflerInnen, die ich kenne, die JournalistInnen, die DozentInnnen, die DesignerInnen, (die sog. Kreativwirtschaft), die unglaublich begeistert und motiviert für wenig Geld oder auch teilweise umsonst arbeiten, immer mit dem Anspruch sich über ihre Arbeit selbst zu verwirklichen. „Der Exzess der Arbeit und Leistung verschärft sich zu einer Selbstausbeutung. Diese ist effizienter als die Fremdausbeutung, denn sie geht mit dem Gefühl der Freiheit einher. Der Ausbeutende ist gleichzeitig der Ausgebeutete.“ Der Einzelne kämpft nicht mehr gegen einen äußeren Feind, sondern liegt mit sich selbst im Krieg. Wer nicht mithalten kann, gibt sich selbst die Schuld. Während die frühere Disziplinargesellschaft Verrückte und Verbrecher erzeugt habe, so Han, bringe die heutige Leistungsgesellschaft Depressive und Versager hervor.

Byung-Chul Han (2011): Müdigkeitsgesellschaft, Berlin: Matthes & Seitz

Freitag, 6. April 2012

Semesterbeginn

Anders leben hier und heute? Warum dieses Seminar? In der Vorstellungsrunde habe ich den Eindruck, dass bei vielen zur allgemeinen Neugier der Wunsch kommt, sich für das eigene Leben anregen zu lassen und sich Alternativen zu erschließen. Anders leben ist ein weites Feld, das kann vieles, alles sein. Sieben Schwerpunkte kristallisieren sich heraus: anders wohnen, anders essen, anders wirtschaften, anders gärtnern, anders miteinander, andere Kunst, andere Medien. Gruppen bilden sich, die meisten finden sich bei anders wohnen, aber niemand nimmt andere Energie. Wundert mich. Vielleicht hat man bei diesem Thema das Gefühl, alleine nichts verändern zu können, nicht unmittelbar anfangen zu können? Zu groß für das eigene Leben?

Bald wird klar, dass die Themen ausufern und sich auch untereinander nicht einfach abgrenzen lassen. Der Biohof mit der Kuhaktie wirtschaftet anders, gehört aber auch zur anderen Ernährung. In manchen Wohnprojekten leben Alt und Jung anders miteinander, in interkulturellen Gärten treffen sich Einheimische mit MigrantInnen. ...

Es ist gar nicht so einfach, Utopien für die einzelnen Bereiche zu entwickeln, über das Gegebene hinauszudenken, anders zu denken. Schnell kommen die realen Einschränkungen wieder ins Spiel. Kann man wirklich ohne Geld leben? Gibt es ein richtiges Leben im falschen? Streetart statt traditioneller Kunstformen! Aber wovon leben die Streetart-Künstler? „Vielleicht ist die Utopie, dass Kunst nicht mehr für Geld betrieben werden muss, dass es keinen Vermarktungszwang gibt.“ Werbung abschaffen! Eine Zeitung mit positiven Nachrichten! Vielfältige Wohnformen zulassen! Es muss Orte der Begegnung in der Nachbarschaft geben! Ernährung ohne Schaden für Mensch und Tier!

In den nächsten Wochen werden wir erforschen, welche konkreten Ansätze es in Hamburg schon gibt. Ich bin neugierig.