Donnerstag, 28. Juni 2012

Gegen Ausländerfeindlichkeit, aber wie?

Ich weiß nicht so ganz, was die letzten beiden Posts auf diesem Blog sollen. Ich nehme an, sie beziehen sich auf die Diskussion über EM, Fahnen und Nationalismus, die wir im Seminar hatten. Dass es Nazis und Ausländerfeindlichkeit in Deutschland gibt, bestreitet niemand. Dass man was dagegen tun muss, sollte klar sein. Die Fragen, die für mich dann entscheidend wären - und deren Diskussion ich auch in diesem Blog spannend fände, sind: Was kann man machen? Wie kann man das Zusammenleben stärken, sich gegenseitig achten und wertschätzen? Welche Initiativen und Projekte gibt es? Wie arbeiten sie? Wie kann man die Zivilcourage fördern? Wir haben zum Beispiel über Hajusom gesprochen, über Switch, über interkulturelle Gärten. Sind das Möglichkeiten, wen kann man damit erreichen...?

Ob der Klau oder das Verbrennen von Fahnen geeignete Mittel zur Reduzierung von Ausländerfeindlichkeit sind, bezweifle ich. Immerhin haben sie in unserem Fall eine Diskussion angeregt.


1 Kommentar:

  1. Die Frage ist doch, wieso Menschen sich so von Ausländer*innen bedroht fühlen, dass sie zu Neo-Nazis werden. (Obwohl dies sicher nur einer unter vielen möglichen Beweggründen ist).
    Da spielt sicherlich die Integration eine wichtige Rolle. Was man kennt, davor muss man eben auch keine Angst haben. Dass Integration aber entgegen der weit verbreiteten Meinung nicht Sache der Ausländer*innen, sondern aller Menschen ist, sollte eigentlich klar sein. Aktiv leben tut das allerdings meiner Erfahrung nach kaum jemand. Gibt ja auch Sprachbarrieren.

    Als ich neulich versucht habe, mir von meiner Nachbarin eine Gießkanne auszuleihen, gestaltete dies sich auf Grund der fehlenden Sprachkenntnisse beiderseits zuerst schwierig. Habe letztendlich aber doch bekommen, was ich wollte. Und einen Bund frischen Schnittlauch aus ihrem Garten noch dazu.

    Worauf ich hinaus will, ist, dass wir alle vielleicht weniger Energie darauf verwenden sollten, mit aggressiven Mitteln gegen Nazis vorzugehen, sondern im Gegenteil ein positives Vorbild sein sollten, wie denn der Umgang miteinander funktionieren kann. Das geht ganz einfach, indem man sich mit den Menschen unterhält, die man täglich so trifft.

    Übrigens finde ich zu dem Thema das Statement der Besucherinnen vom AK lök sehr treffend: "Es gibt Projekte, die schreiben sich ihre Interkulturalität auf die Fahnen, und es gibt welche, die sind es einfach."

    AntwortenLöschen