Samstag, 30. Juni 2012

Wie wohnt ihr denn?

Heißt anders wohnen auch besser wohnen? Wahrscheinlich muss das jeder für sich selbst entscheiden und definieren. Die einen wollen ihre Umgebung auf das Nötigste reduzieren und genießen dadurch mehr Freiheit, die anderen brauchen den kleinen Luxus ( das eigene Bad, Fernseher, Internet...). Ich könnte mir z.B. nicht vorstellen auf einem Bauwagenplatz zu leben, weil man selbst doch sehr viel Energie in diese Lebensform stecken muss: Das eigene Zuhause bauen, nur zum Duschen irgednwo anders hingehen, Wasserkanister rumschleppen, im Winter erst einmal Feuer machen... trotzdem akzeptiere ich natürlich, wenn andere Menschen gerne so leben möchten.
Wie sieht es denn bei euch aus? Seid ihr zufrieden mit eurer Wohnform?

Ich denke Hamburg, das Studentenwerk und die Wohngenossenschaften legen doch schon Wert darauf das Wohnen in Wohnungen nachhaltiger, gemeinschaftlicher und freier zu gestalten. Naja, zumindest für die neuen Wohnungen... viele ältere Gebäude stehen ja leider leer. Für die Bauwagenplätze gilt das auch nicht ganz. Am Beispiel Zomia sieht man, dass sie nirgendwo so richtig akzeptiert werden und um einen festen Standort richtig kämpfen müssen. Gut finde ich aber, dass es möglich ist, sich mit mehreren engagierten Menschen zusammenzuschließen und ein eigenes Wohnprojekt zu realisieren. (siehe vorletzer Vortrag in Q-Studies und Autofreies Wohnen).
Was meint ihr? Hat jemand Erfahrungen gemacht und Verbessungsvorschläge für das Wohnen in Hamburg? Inwiefern haben denn die Stadtplaner und Architekten Einfluss?

Liebe Grüße =)

1 Kommentar:

  1. Ich weiss ja nicht wie es euch geht, aber ich für meinen Teil verlasse die Kurstreffen meist mit einem beklemmenten Gefühl, wenn ich höre was unsere Gäste immer so berichten. Ob ihnen nun verboten wird ein paar Tomaten anzubauen oder friedlich in einem Wohnwagen im Wald zu leben. Langsam verfestigt sich der Eindruck, dass es in dieser Gesellschaft wohl nicht mehr allzuviel Platz für freie Menschen, Moral und Verstand gibt.
    Aber gut-zurück zum Thema. Ich finde gut was die Leute von Zomia und anderen Waagenplätzen machen, denn sie setzen gewissermaßen ein Zeichen, dass der Mensch auch mit weniger zurecht kommen kann und glücklich sein kann, beispielsweise durch die Gemeinschaft und das enge Zusammenleben mit anderen Menschen. Ich leugne jedoch nicht, dass ich gerne in einer Wohnung lebe- mit Internet, TV und Heizung, die warm wird wenn man am Rädchen dreht. Ich meine nur, man sollte sich öfters mal darauf zurückbesinnen in was für einen Luxus man eigentlich lebt und einen neuen Bezug zu Energie und zum Wohnen bekommen, das auch schätzen und eventuell versuchen etwas sparsam zu sein.

    beste grüße,
    maximilian

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